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Text und gebogene Schrift

Beschriftungen erhaben oder vertieft, mit sieben Schriftarten oder einer eigenen – und auf Wunsch entlang eines Kreisbogens, etwa auf einer Münze, einem Deckel oder einem Ring.

Text hinzufügen

Wähle in der Formenbibliothek „Text“ und setze ihn ab. Im Feld „Text“ rechts tippst du, was da stehen soll. Die Einstellungen darunter:

Ein Text ist zunächst ein einzelner Körper. Willst du die Buchstaben einzeln behandeln, klicke auf „Teile trennen“. Dann ist jeder Buchstabe eine eigene Form.

Auch die Kanten einer Schrift lassen sich fasen oder verrunden, gerade oder gebogen, siehe Kanten brechen und Körper aushöhlen. Nimm dafür kleine Maße wie 0,2 bis 0,5 mm, denn die Striche der Buchstaben sind schmal.

Eigene Schriften

Neben den sieben mitgelieferten Schriften kannst du jede eigene Schrift nehmen: eine Schriftdatei von deinem Rechner oder, in Chrome und Edge, eine Schrift, die auf deinem Computer installiert ist. Wähle dazu unter „Schriftart“ ganz unten „Eigene Schriften …“. Es öffnet sich das Fenster „Eigene Schriften“.

Ist gerade ein Text ausgewählt, bekommt er die neue Schrift sofort. Sonst steht sie danach unter „Schriftart“ in der Gruppe „Eigene Schriften“, und mit „Verwenden“ im Fenster setzt du sie auf die ausgewählten Texte. Eigene Schriften verhalten sich wie die mitgelieferten: Text auf dem Kreisbogen, Fasen und Rundungen an den Kanten und der STEP-Export gehen genauso. Buchstaben, die eine Schrift nicht hat, nimmt layerling aus Sans.

Arabisch und Hebräisch

Arabisch, Persisch, Urdu und Hebräisch schreibt layerling von rechts nach links: Der erste Buchstabe steht rechts, und in einem gemischten Text wie „Name عربي“ läuft nur das arabische Wort rückwärts, Ziffern bleiben wie gewohnt. Arabische Buchstaben verbinden sich dabei mit ihren Nachbarn, so wie die Schrift es vorsieht, und Lam-Alif wird zur Ligatur. Dafür braucht es eine Schrift, die diese Buchstaben hat; die mitgelieferten haben sie nicht. Füge eine eigene hinzu, etwa Arial, Tahoma oder Segoe UI unter Windows oder eine freie wie Noto Naskh Arabic, Noto Sans Arabic oder Amiri. Vokalzeichen stehen auf dem Buchstaben, zu dem sie gehören. Text auf dem Kreisbogen, Kontur, Silhouette, Schichten und Namensschilder gehen damit wie mit jedem anderen Text.

Was in welchem Browser geht

BrowserSchriftdatei wählenSchrift vom Computer
Chrome und Edge am Computer, auch die installierte layerling-Appjaja, nach einer Rückfrage des Browsers
Firefoxjanein
Safari am Macjanein
Tablet und Handyja, aus den Dateien des Gerätsnein

Webseiten dürfen die installierten Schriften nicht einfach lesen. Nur Chrome und Edge haben dafür eine eigene Erlaubnis, und auch die nur auf sicheren Seiten, also über https wie bei layerling.com. Läuft layerling über http, etwa auf einem eigenen Server oder als Docker-Installation im Heimnetz, fehlt „Schrift vom Computer …“; dann ziehst du die Schrift aus dem Explorer herüber. In den anderen Browsern wählst du die Schriftdatei aus dem Schriftenordner, das Ergebnis ist dasselbe. Hast du die Rückfrage in Chrome oder Edge abgelehnt, gibst du den Zugriff in den Einstellungen der Website wieder frei, über das Schloss links neben der Adresse.

Nicht lesen kann layerling WOFF2-Dateien (dafür gibt es fast immer eine TTF- oder OTF-Fassung), Schriftsammlungen (.ttc, sie enthalten mehrere Schriften in einer Datei) und farbige Emoji-Schriften. Bei sehr großen Schriften, etwa für Chinesisch, nimmt layerling die ersten 8000 Zeichen. Bei variablen Schriften gilt die Grundeinstellung der Schrift, meist der normale Schnitt.

Manche Schriften, vor allem Schreibschriften und variable Schriften, zeichnen einen Buchstaben aus Strichen, die sich überlappen. layerling vereinigt sie beim Einlesen zu einem sauberen Umriss, damit der Körper druckbar bleibt. Solche Buchstaben bestehen dann aus sehr kurzen geraden Stücken statt aus Kurven; zu sehen ist das nicht.

Wo die Schriften bleiben

Eine eigene Schrift bleibt in diesem Browser auf diesem Computer. Ein anderer Browser oder ein anderer Rechner kennt sie nicht, bis du sie dort ebenfalls hinzufügst. Wer die Website-Daten des Browsers löscht, löscht auch die Schriften. Im Fenster „Eigene Schriften“ entfernst du eine Schrift mit dem Papierkorb aus dem Browser. Deine Entwürfe verlieren dadurch nichts, wie der nächste Abschnitt zeigt.

Entwürfe mit eigener Schrift weitergeben

Ein Entwurf speichert nicht die Schriftdatei, sondern nur die Umrisse der Buchstaben, die seine Texte benutzen, auch die aus früheren Schritten im Verlauf. Steht in einem Text „Hallo“, reisen nur H, a, l und o mit. Das gilt für jede Art, wie ein Entwurf gespeichert wird: im Browser, auf dem eigenen Server, als .lyl-Datei und in „Eigene Formen“.

Daraus folgt:

Lizenzen: Schriften sind urheberrechtlich geschützt, und ihre Lizenz regelt, was du damit tun darfst. Die eingebetteten Buchstabenumrisse sind dasselbe, was PDF-Dateien von einer Schrift mitnehmen, und das erlauben die meisten Lizenzen. Manche kaufbaren Schriften verbieten aber jede Weitergabe, auch einzelner Buchstaben. Bevor du einen Entwurf mit eigener Schrift weitergibst oder veröffentlichst, prüfe deshalb die Lizenz der Schrift. Freie Schriften wie die von Google Fonts (meist unter der SIL Open Font License) darfst du ohne Bedenken weitergeben. Für ein gedrucktes Teil oder eine exportierte STL spielt das keine Rolle: Die enthalten keine Schrift mehr, nur noch Geometrie.

Erhaben oder vertieft

Für Beschriftungen auf einer Seitenfläche legst du vorher die Arbeitsebene auf diese Fläche, siehe Ansicht und Arbeitsebene.

Kontur, Silhouette und breiter

Ein Text muss nicht als gefüllte Buchstaben gebaut werden. „Füllung“ in den Eigenschaften bietet dieselbe Auswahl wie Tinkercad:

Ist eine Linie gewählt, erscheinen direkt unter der Liste zwei Einstellungen: „Linienbreite“ bestimmt, wie dick die Linie ist, „Ecken“, wie sie um die Ecken läuft („Rund“, „Abgeschrägt“ oder „Spitz“). Die selteneren Einstellungen stehen unter „Mehr“: „Silhouette (ohne Löcher)“ lässt die Löcher in O, A oder e weg, und „Breiter (Unterlage für den Mehrfarbdruck)“ lässt die Buchstaben gefüllt und macht sie rundum um die Linienbreite dicker; Buchstaben, die sich dabei berühren, wachsen zu einem Stück zusammen.

Mit einer Linie außen, einer mittigen Linie oder „Breiter“ wächst der Kasten des Texts mit, die Buchstaben behalten ihre Größe. „Abschrägung“ und „Segmente“ gibt es nur für gefüllte Buchstaben.

Schichten und Namensschilder

Ein Namensschild für den Mehrfarbdruck ist ein Text in Schichten: oben die Buchstaben, darunter derselbe Text etwas breiter in einer zweiten Farbe, zuunterst eine Platte ohne Löcher in einer dritten. layerling macht es mit einem Klick:

Alle Einstellungen des Schilds stehen in der Karte „Namensschild“, ganz oben in den Einstellungen:

Jede Änderung siehst du sofort. Das Schild ist ein Bündel: Es bewegt sich als Ganzes, und jede Schicht bleibt ein eigener Körper in eigener Farbe, so wie der Slicer sie für den Mehrfarbdruck braucht. Um die Kanten einer Schicht abzurunden oder abzuschrägen, klicke auf „Bündel bearbeiten“ und wähle die Schicht, siehe Kanten brechen und Körper aushöhlen.

Viele Namensschilder auf einmal

Tippe die Namen in die „Namensliste“, einen je Zeile, bis zu hundert. Der Knopf darunter sagt, wie viele Schilder er macht, etwa „12 Namensschilder machen“. Jedes Schild bekommt dieselben Schichten, dieselbe Buchstabengröße und dasselbe Loch und ist ein eigenes Objekt; sie liegen in Reihen unter dem ersten, 5 mm auseinander. Auch ein einfacher Text hat die Namensliste, weiter unten in seinen Einstellungen.

Symbolschilder

Ein Symbolschild ist dasselbe Schild mit einem SVG-Symbol statt Buchstaben: ein Herz, eine Wolke, das Logo eines Vereins. Oben das Symbol, darunter derselbe Umriss etwas breiter in einer zweiten Farbe, zuunterst eine Platte ohne Löcher.

Die Karte „Symbolschild“ oben in den Einstellungen enthält:

Die SVG braucht geschlossene Umrisse; eine Zeichnung nur aus offenen Linien wird kein Schild. Ein Skizzenkörper, dessen Füllung eine Linie ist, behält sie: Die Fläche dieser Linie ist das Symbol.

Text auf dem Kreisbogen

Soll die Beschriftung nicht gerade laufen, sondern dem Rand einer Münze, eines Deckels oder eines Rings folgen? Dafür gibt es die Einstellung „Auf Kreisbogen“.

Ein Text folgt einem Kreis. Die Buchstaben stehen alle auf einer gemeinsamen Linie.
Ein Text folgt einem Kreis. Die Buchstaben stehen alle auf einer gemeinsamen Linie.

Sobald du sie einschaltest, läuft der Text am Kreis entlang. Alle Buchstaben stehen auf derselben Grundlinie, so gleichmäßig wie bei normalem Text. Dazu gibt es vier Einstellungen:

Die Mitte des Kreises ist die Mitte der Form. Deshalb geht das Ausrichten wie gewohnt: Wenn du den Text mit einem Zylinder oder Ring mittig ausrichtest, sitzt er genau konzentrisch darauf. Ziehst du an einem Griff, wachsen Radius und Schriftgröße gemeinsam mit, sodass die Schrift nicht verzerrt wird.